Buchkritik

Buchselbstkritik 25: handverlesen

„Komm, setz dich. Da, auf die Stufen, die zu dem Hüttchen führen. Zu beiden Seiten wachsen Reben, dazwischen Gras. Apfelbäume, Nussbäume. Weiter unten, über der Weißdornhecke, ragt ein Kirchturm hervor. In der Ferne ein Wäldchen. Dahinter ein Höhenzug – Schwarzwald, Odenwald? Du hast die Orientierung verloren. Zum Glück! Denn genau das hast du gesucht: endlich …

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Buchselbstkritik 24: Bretten

Bretten. Wieso denn Bretten? Bestimmt nicht, weil es sich „Oberzentrum“ nennt; Verwaltungslyriker finden in diesem Blog keinen Support. Weil der Verlag aus dem beschaulichen Karlsruhe in den noch beschaulicheren Kraichgau umgezogen ist? Ja, auch. Weil man da immer durch muss, wenn es ins Hügel-Land geht? Ganz gewiss. Weil es einen Marktplatz wie aus Ludwig Richters …

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Buchkritik

Buchselbstkritik 23: Quiz

Man soll sich nicht überheben. Die Umschreibung „Anfälle von geriatrischem Hedonismus“ für Spieleabende finde ich nun wirklich … trotzdem lustig. Nein, ich habe niemals gern gespielt: von irgendwem vorgeschriebene Spiele. Außer Fußball. Und Tipp-Kick, also auch Fußball. Als ich, um nicht völlig zu vereinsamen, endlich auch einmal zu einem dieser Hase-und-Igel-Nachmittage, die ab der 10. …

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Buchselbstkritik 20: Trink aus, wir bleiben!

Das haben wir uns für den Sonntag aufgespart. Vielen Dank, lieber Johannes Gervé, lieber Thomas Lindemann, für das Zusammenwirken! Ohne den Maler und den Verleger wäre diese Sammlung heiterer bis hintersinniger „Texte zum Wein“ nämlich im Schrank geblieben. Beziehungsweise verstreut in allerlei Journale und Zeitungen. Altes und Neues habe ich da zusammengetragen und entlang der …

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Buchselbstkritik 19: 60 Jahre Kleinmarkthalle

Hier wäre gleich zu Beginn ein Missstand anzuzeigen, wie er krasser kaum ins Auge stechen könnte: die Attraktivität des Projekts verhält sich umgekehrt proportional zu seiner Präsentation. Zweifellos gehört die Kleinmarkthalle zu den zentralen Sehenswürdigkeiten der Weltstadt am Main, das Büchlein jedoch sieht aus wie ein Werbeprospekt für Zahnpasta, wohlgemerkt von 1979. Nichts gegen den …

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Buchselbstkritik 18: Jagdstern

Puh, das war knapp. Ums Haar hätte ich jenes intellektuell neugierige, gebildet-aufgeschlossene, an literarisch hochwertigen Kriminalerzählungen  hellauf interessierte Lesepublikum noch erwischt. Doch es war kurz vor Erscheinen meines „Jagdstern“ auf Nimmerwiederlesen verstorben. Schade. Ich hätte ihm so gern noch eine Freude gemacht. Und es mir. Konventionell ist nur der allererste Satz. „Das Verschwinden des Gartenarchitekten …

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Buchselbstkritik 17: Himmelberg

Für all die Verdienste um den europäischen, vor allem den deutschen, insbesondere den nordbadischen Weinanbau müsste man diese Familie eigentlich in den Adelsstand erheben. Aber das wurden sie ja längst, vor ein paar Jahrhunderten gar, die zu Hoensbroechs. 1968 haben sie ihr entzückendes Weingut im Angelbachtal gegründet … und weiße Burgunder von bis dato in …

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Buchselbstkritik 16: Aqua Asini

Die einen wallfahrten nach Santiago, die andern nach Poona, dritte wiederum nach Maulbronn. So wie Uwe und ich. Jedes Jahr im frühen Frühling. Wenn der Bärlauch im Boden rumort, im allmählich erwärmten, zwischen Maulbronn-West, einem Western-Bahnhof mitten im Garnichts – und Maulbronn. Wenn die Mittagsglocke läutet, ist die Stunde der Inspiration gekommen. Im Wald. Unter …

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