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Tageskarte 23: Dakos

Mutmaßlich wäre es an der Zeit, dass ich, da ich, wie manche erwartet hatten, mich bei der Buchselbstkritik eh nur selber lobe, eine Tageskartenselbstkritik einführe. Denn: Was ich hier treibe, lässt sich vernunftgemäß nicht mehr begründen. Tomaten Anfang März … Ja, so ein Schwachsinn! Andererseits, soll ich sie denn wegwerfen? Es waren nun mal welche …

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Tageskarte 22: Shakshuka mit Chakalaka

So was hätte Schmitt niemals gegessen. Schmitt aß Fleisch. Und freitags Fisch. Wenn er ausging, mit seiner Frau, bestellte er schon mal „Babylachs.“ Die 70er. Pasta war Mirácoli. Gab´s selten. Häufiger gab es Hammel. Vegetarier war ein Schimpfwort. Ausländer nicht: Gastarbeiter waren fleißig und meistens nett. Bis die Türken kamen. Aber da wurde Schmitt schon …

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Tageskarte 21: Mutschelmehlklößchen

Wer sich selbst einmal eine besondere Freude bereiten möchte und zufällig ein Kind in der Nähe hat, unternehme Folgendes: sonnigen Tag abwarten, Wäldchen aufsuchen, Frühlingslieder improvisieren, Kräuter sammeln: Bärlauch, wilden Schnittlauch, Löwenzahn, junge Brennnesseln … was gerade so da ist. Nach Hause, Kräuter schneiden. Oder ein Pesto draus machen. Probieren und probieren lassen. Dann die …

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Tageskarte 19: Grüner Spundekäs

Was macht ein Koch am Vormittag? Klar, er hängt sich seinen Henkelkorb in die Armbeuge und wandert von Marktstand zu Marktstand, parliert hier mit dem Käsemacher, scharmutziert dort mit der alten Gemüsemagd und nimmt am Ende ein Schöppchen in der Marktschenke. Stimmt nicht? Stimmt nicht. Leider! Ganz selten mag´s noch vorkommen, was die lieben Regionalfernsehsender …

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Tageskarte 17: Pesto et al.

Es ist ja immer und überall dasselbe. Kaum recken die ersten im Jahr die grünen Köpfchen, kommt schon die Sense. „Aich hun sou en Haaßhonger uff wos Grrroines!“, gurgelt der Nordhesse und sammelt sich ein „Wissegemois“, indessen im Baur au Lac das Espuma vom jungen Wildkraut mit Taubnessel-Millefeuille in der Wachteleierschale gereicht wird. Alles dasselbe, …

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Tageskarte 16: Pandorato

Wollten wir uns einmal mehr am Themenrahmen der Buchselbstkritik orientieren, gäbe es heute keine Wahl: Maultaschen. Klassisch oder grün und gefüllt mit Lachs oder … Halt! Wer ruft? 470.117 schwäbische Hausfrauen und 51.683 Hausmänner? Mindestens. Denn alle kennen sie das Rezept. Das einzige. Und alleinseligmachende. Nicht nur einmal war ich zugegen, wenn sich zweie in …

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Tageskarte 14: Eingelegter Andechser

Dies ist ein Nachruf. Ein Nachruf auf zwei gastliche Häuser in Mannheim und Ludwigshafen, denen man weder mit den Bezeichnungen Restaurant noch Speisegaststätte noch Lokal gerecht würde. Gewachsen über Jahrzehnte, vereinigten sowohl das Hemmlein als auch Dietrichs Bierakademie all das, was wir mit einem behaglichen Aufenthalt verbinden. Dorfgaststätte mitten in der Stadt, Ausflugschenke vor der …

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Tageskarte 13: Tresterfleisch mit Gräwes

Da bis auf eine überscharfe Currywurst, die der Protagonist Uwe Steiner bei fast vierzig Grad Außentemperatur in einer Karlsruher Spelunke verdrückt, unserer heutigen Buchselbstkritik nichts Kulinarisches zu entnehmen ist, besinnen wir uns doch einmal wieder auf unsere Goethe-Diät. Bis auf seine allerletzten Jahre setzte der Dichter den Wein als Therapeutikum bewusst und mit bewunderungswürdiger Zielstrebigkeit …

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Tageskarte 12: Senza vitello, ma tonnato.

Es ist Samstag, Leute, bleiben wir beim Fußball! Wie in der Buchkritik 12 eingehend geschildert, haben Nic und ich zwei Fußball-Krimis gebastelt, „Strafraum“ und „Totland.“ Nein, wir werden uns nicht dafür rechtfertigen und geben auch nicht zu, dass es eine ziemliche Trittbrettfahrernummer war, sich einfach so an einen unbescholtenen Club wie den KSC heran zu …

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