Buchkritik

Selbstkritik: Die Taugenichts-Therapie

Tja, Leute, was soll ich sagen? Ich bin ein bisschen enttäuscht. Von mir? Hm. Von der eher weniger als mehr selbst ersonnenen Therapieform? Schon. So heilsam wie erwartet haben die 30 Tage von Bulach leider sich nicht ausgewirkt. Ein bisschen? Ja, schon, OK: Ich komm die Treppen in der fünften Stock wieder hoch, ohne mehrmals innezuhalten – so viel confessio muss sein. Ansonsten aber keine Runderneuerung in Sicht. Schade! Vielleicht hat die Osteopathin doch Recht: Für eine wirklich wirksame Maßnahme braucht´s vorneweg drei Monate; dann erst realisiere der Körper, dass er sich entspannen darf. Komischer Typ, der Körper. So ein Eumel! (Vielleicht hülfe ihm eine Dosis Eumelanin?)

Oder stimmt etwa, was Wagner den Papst singen lässt, aus zweiter Hand, im Tannhäuser? (Näheres heute im Musikschrank!) Wäre ja schrecklich!  Wie es nun weitergeht? Nun, zum Aufgeben gibt es erst mal keinen Grund; ob die Taugenichts-Therapie etwas taugt, weiß ich vielleicht erst in ein paar Wochen. Oder Monaten. Ich werde berichten – aber nicht mehr täglich, das krieg ich jetzt kaum mehr hin. Unregelmäßig bis wöchentlich kommt aber demnächst weiterhin eine Buchempfehlung. Ein Rezeptchen. Ein Stündchen Musik. Und – sobald es Anlass dazu gibt – etwas Reflexion zum Thema Gesundheit. Und Kuralltag.

Vielleicht muss ich ja Abbitte leisten. Womöglich liegen die Spezis von der Krankenkasse doch nicht so falsch, die drei Wochen Bad Birnbach mehr regeneratives Potenzial zuschreiben als doppelt so langes Herumlungern zu Hause. Denn zum einen sind da die andern, die einen daheim doch nicht so in Ruhe lassen wie man´s vielleicht bräuchte, und da wäre zum andern auch noch man selbst, der das zulässt und auch sonst nicht so diszipliniert zu Werke geht wie es im Selbsttherapieplan vorgeschrieben steht … Therapiekritik wurde von verschiedener Seite geäußert: Ausgerechnet in unserer Zeit sei derartige Überstrukturierung geradezu sittenwidrig! „Mehr Lockerheit, Aufstehen, wann du Lust hast, keine festen Essenszeiten …“ So eine Mehrfachmeinung. Nun, wer weiß. Das Thema bleibt fesselnd. Vielleicht wird ja mal ein Büchlein draus. Und dann war das hier doch noch die heutige Buchselbstkritik.

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